Palais Marchet – Villa Strecker Baden

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Palais Marchet
Neuausrichtung der Villa Strecker

Mit Jahresbeginn 2026 hat die Stadtgemeinde Baden die Schenkung der Liegenschaft Marchetstraße 76 angetreten, die bis dahin im Besitz von Erika Strecker, Witwe des Komponisten Heinrich Strecker, war.

Heinrich Strecker hat die Villa von den Erben Gustav Hellers (gestorben 1937) in den Jahren 1942 bzw. 1944 erworben. Die Historikerin Marie-Theres Arnbom wurde seitens der Stadtgemeinde Baden beauftragt, mit Unterstützung der Leiterin des Stadtarchivs, Ulrike Scholda, zu prüfen, ob die Übertragung dieser Liegenschaft an Heinrich Strecker nach 1945 aus juristischer Sicht korrekt abgewickelt wurde. Der nun vorliegende Bericht bestätigt, dass dies gegeben ist: das Rückstellungsverfahren wurde mit Zustimmung der Erben im Jahr 1950 beendet.

Die Stadt Baden hat beschlossen, das Gebäude in Palais Marchet-Villa Strecker Baden umzubenennen, um aller Bewohner dieses Hauses zu gedenken und eine entsprechende Tafel an der Straßenfassade anzubringen. Diese neue Bezeichnung repräsentiert die prachtvollen Villen der Marchetstraße.

Gleichzeitig wird an einer Neuausrichtung und erweiterten Nutzungsmöglichkeiten der repräsentativen Räumlichkeiten gearbeitet. In einem nächsten Schritt soll die Geschichte der Liegenschaft sowie der Hausbesitzer aufgearbeitet und in den bisherigen Schauräumen präsentiert werden. Im Rahmen dessen wird auch die Faktenlage sowie der Umfang einer politischen Mitgliedschaft Heinrich Streckers bei der NSDAP aus- und bewertet werden.

Die Heinrich Strecker Gesellschaft, die in der Villa das Notenmaterial des Komponisten verwahrt und um die formale und inhaltliche Würdigung und Weiterentwicklung der Musik-Gattungen „Operette“ und „Wiener Musik/Wienerlied“ bemüht ist, hat ihre vollste Unterstützung zur Einordnung zugesagt.

Das heurige Gartenkonzert wird in memoriam Erika Strecker „Erinnerung an ein Leben voller Musik“ am 5. Juli 2026 stattfinden.

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